In eigener Sache

Es ist heutzutage modern, ein Nichts an Informationen in eine Fülle von Oberfläche zu verstecken. Das betrifft sowohl das moderne Nachrichtenwesen (Infotainment), als auch alle Arten von Layouts, sowohl in Zeitungen und Zeitschriften, als auch innerhalb aller anderen informationsanbietenden Medien.

Im ganz besonderen Maße gilt das fürs Internet, wo ein zunehmendes Desinteresse für kommunikative Teilbereiche wie dem Usenet einem zunehmenden Interesse an "konsumorientierten" Diensten wie dem Web gegenübersteht.

Ich will hier weder den Einzug von E-Commerce noch das Web schlechthin verteufeln. Das Web war eine gute Erfindung, ermöglicht es doch die Darstellung unterschiedlichster Informationen unter einer einheitlichen "Oberfläche". HTML war jedoch nie als Layoutsprache konzipiert. Es macht auch überhaupt keinen Sinn, eine systemunabhängige Beschreibunssprache in dieser Form zu vergewaltigen. Wenn es denn sein muß, gibt es ja dafür Java etc.

HTML-Text, der nicht mit Lynx lesbar ist, ist oft kein gutes HTML mehr! Manchmal ist es gut, meistens ist es Leservergewaltigung, Informationszerstörung und im wahrsten Sinn des Wortes: Oberflächlichkeit.

Deshalb benutze ich nur HTML 3.2 - dieser Standard reicht mir, mehr brauche (und kann) ich nicht. Auch halte ich Back-Buttons für obsolet, jeder Browser besitzt schließlich eine dementsprechende Funktion. Auch gibt es wenig Beispiele für einen sinnvollen Einsatz von Frames, entweder sie überladen alles oder dienen der Daueranzeige von Werbung. Ich verwende sie nur in meiner Untersuchung über die Zahlen. Ich glaube, der Benutzer - neudeutsch Sörfer - ist mündig genug, um bei Bedarf ein neues Browserfenster aufzumachen, wenn er das für sinnvoll hält - warum also Frames?


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