Nach langen Irrwegen durch metaphysische Bereiche gelangte ich
zu dem einfachen aber tiefen Satz etwas ist.
Es ist das einzige, was wir vermutlich wissen, obwohl wir es weder wissen
können noch dürfen.
Existiert Gott?
Gibt es Gott nicht?
Ist etwas vor dem Sein, mit dem Sein, hinter dem Sein oder durch das Sein?
Ist das kleine Sein mit dem großen Sein verwand oder besteht eine
Abhängigkeit des einen Seins vom anderen Sein?
Wie ist das Verhältnis vom Ich zum Selbst?
Ist das Selbst mit Gott, dem Naturgesetz oder dem Metawesen identisch?
Ist das Metawesen die Metaeinheit aller Wesen oder gibt es ein "individuelles"
Metawesen?
Metaphysik kann gefährlich sein und führt den Geist leicht auf Irrwegen, ebenso die Religion. Gegen Trauer, Verzweiflung und unbegründeter Euphorie gleichermaßen hilft die Tatsache, daß bei all dem, was wir nicht wissen können, eine Wahrheit an sich schon offenbar ist.
Wir wissen nicht, ob wir existieren in dem Sinn, daß wir Teil einer oder der substantiellen Realität sind (dem All im hermetischen Sinn). Unsere Existenz könnte eine Täuschung sein ebenso wie die von uns vermutete Symetrie in der Natur, die nicht nur Grundlage der Metaphysik ist, sonder auch Grundlage aller Wissenschaften, einschließlich der Mathematik und der Physik als auch Grundlage aller Religionen. Wir können nicht wissen, ob es überhaupt eine erkennbare Realität gibt, aber wir können mit gutem Recht vermuten, daß da überhaupt etwas ist. Es ist das Axiom des Seins und an dem kann man sich hervorragend festhalten.
Hineingespeit sind wir in die dunkle Nacht des Nichts. Zur Existenz verflucht, zum Bewußtsein verdammt. Ohne Anleitung, ohne Führung, ohne Halt. Verlassen und grenzenlos einsam. Da war Ich und das Ich war die Monade - ein kleiner, unteilbarer Punkt: das Atom Bewußtsein.
Und weil Ich dem Nichts so nahe war, begann Ich sich auszudehnen. Das war der
zweite Urknall und von dieser Sorte gab es viele. Das Ich wuchs und mit dem
Wachstum kam mit immer heftigerer Wucht die Erkenntnis der Leere und der
Einsamkeit. Als Ich so stark verdünnt und ausgedehnt war, daß es "die
Grenzen" des Universums erreichte, stellte es etwas merkwürdiges fest:
Da war eine Mauer, eine Mauer aus Licht. Das Licht war reine Liebe und das Fazit:
Etwas liebt die Schöpfung. Ich sah, daß Etwas Gott war und erkannte
die Namen des Etwas: Existenz, Sein, Bewußtsein.
Mit dieser Erkenntnis und im Bewußtsein seiner eigenen Nichtheit, begann es
vor lauter Freude zu weinen und hörte hoffentlich niemals damit auf.
Es ist ein Wunder, daß wir sind.
Ich bin der Ich bin.
Alle Geister sind Messer, die die Realität zerteilen.
Das Ich, welches ich loswerden wollte, existiert ja gar nicht.
Nach der (sexuellen) Erfahrung des Sterbens stellt sich die Frage:
Gibt es kein Leben? Oder gibt es keinen Tod?
Sind wir unsterblich oder nur der Traum des unendlichen Geistes?
Die Lösung ist das Problem:
Der Vernebler, Verwirrer, Verblender, Zerstörer,
Zertrenner und Zerbrecher ist: der Geist! (im Sinne von "Verstand")
Die Klarheit, Wahrheit, Einfachheit, Schlichtheit - allumfassend, erdig, grundlegend(,) schön und wahr ist: der Unterleib (im Sinne von Bauch, Trieb, Bedürfnis, Wahrnehmung und Emotion)
Der Geist sucht das Trennende.
Der Bauch sucht das Verbindende.
Choronzon, weiche!
Baphomet, fick mich!
So einfach ist das.
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