Ich bin ein Wirbeltier und Stoffwechsler. Meine erste verbale Äußerung war nicht Mama oder sonst etwas Abstraktes sondern "Antenne". Meine Mutter wollte meiner Sprechfaulheit entgegenwirken, indem sie öfters auf den gegenüberliegenden weißroten Sendemast zeigte und sagte: "Das ist eine Antenne". Irgendwann beschloß ich dann, dieses Gefühl auszudrücken.
Zehn Jahre später belohnte ich ihre Mühe, indem ich ihren Kaniendackel beibrachte, wie man "Heil Hitler" macht. Pfötchen geben konnte er ja schon und so brauchte ich nur ein bißchen Mühe und reichlich Schokolade um diesen geschlechtsreifen ausgewachsenen Zuchtdackel in der Größe einer Stubenkatze zu überzeugen: "Heil Hitler" ist wie "Pfötchen", nur höher. Der Dackel lernte es erstaunlich schnell. Meine Mutter nahms locker, führte es aber nur höchst selten vor. Ich versuchte dann noch manches Mal anderen Hunden dieses wunderschöne Kunststück hinter dem Rücken ihrer Besetzer beizubringen, aber entweder lags an der Motivation oder die Hunde werden auch immer blöder...
Tja, Fackten, Fackten, Fackten: Ich bin Mitglied im internet privat, der saarländischen IN domain. Das Web finde ich eigentlich saublöd, solange man es nicht mit der Fernbedienung bedienen kann. ASCII ist schön, platonisch und einfach wahr.
Mein Lieblingskörper ist der Pentagonaldodekaeder, der eigentlich Pentagondodekaeder heißt. Vielleicht kann mir ja jemand mitteilen, ob man beides sagen darf. Bis dahin sage ich Pentagonaldodekaeder, weil da das Metrum besser flutscht.
Ich steh auf hellblau. Ich habe es lange geheimgehalten, doch nun bekenne ich mich offen dazu: SchwarzGelb ist hip, HimmelBlau ist schön, platonisch und einfach wahr. Tertiärfarben mag ich nicht, außer Schieferblau. Primärfarben sind was tolles, an Sekundärfarben finde ich nur Grün in Ordnung, der Rest soll zum Teufel gehen, ich komme wunderbar ohne Violett, Orange, Oliv und Braun aus.
Ja genau, ich bin 68er Jahrgang, ein Kind der 80er und gehöre (noch)
der Metageneration der konsumverweigernden Subkulturen an, wie man ja unschwer
merkt.
Dennoch bin ich nicht sentimental vergangenheitsbehaftet - vielleicht
etwas überkritisch, was "Oberflächen" und Konsumentenverführung
angeht.
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